Nr. 6  A place at the Lake

Nr. 6 A place at the Lake

 

Die ersten Tage in der Mongolei wollten wir ruhig angehen lassen und möglichst ein wenig Zeit an einem schönen See verbringen. Da die Hauptstrasse von Ulgii noch eine Baustelle ist (wird asphaltiert), mussten wir schon bald auf die Feldwege, oder besser gesagt Autospuren, in den Steppen ausweichen. Hier begegneten wir den ersten Kamelen. Sie hatten leider keine grosse Lust auf Fotos mit uns und rannten immer davon, wenn wir näher kamen. Kühe sind da ganz anders. Die bleiben mitten auf dem Weg stehen und bewegen sich oft keinen Meter.

Strassenschilder und Navigationsgerät sind hier noch nicht so ein Thema, stattdessen nutzten wir eine physische Karte und ein offline App namens Maps.me, dass per GPS den Standort anzeigt. Zwar würde dieses App auch als Navigation funktionieren aber die meisten “Strassen” sind darin gar nicht verzeichnet.
Mit der Karte und dem GPS-Standort hatten wir ein Gefühl dafür, welcher Spur wir folgen sollten. Dennoch ist es immer ein pokern. Oft führte der Weg einfach zu einer Jurte. Manchmal versandete er auch und dann standen wir verloren irgendwo im Nirgendwo. Wir waren jedoch zuversichtlich, dass wir den See auch ohne Autospuren finden würden und so machten wir unsere eigene Spur. Bald wurde es aber sehr sandig und es dauerte nicht lange bis wir stecken blieben. Da half auch der Allrad und die Differentialsperre nicht weiter.

Die Reifen waren so tief im Sand eingesunken, dass uns nichts anderes übrig blieb, als das Fahrzeug freizuschaufeln und dann mit unseren Sandblechen raus zu fahren. Sven schien das kleine Abenteuer Spass zu machen. Ich wollte jedoch so schnell wie möglich in Sicherheit zu einer richtigen Strasse. Die fanden wir zwar nicht aber statt dessen, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, einen schönen Platz an einem See.

Wegen dem Sand und dem salzhaltigen Wasser, empfanden wir es wie ein Meer, dass wir komplett für uns alleine hatten. Wir blieben zwei Nächte und genossen es, mal nicht unterwegs zu sein, im See zu baden, am Auto zu werkeln und Wäsche zu waschen.


We wanted to spend our first days in Mongolia at a lake and rest a little before continuing to  driving all day. Getting there was quite hard, since most of the streets weren’t tarred, that’s why we followed the car tracks trough the plains. On the way we met our first camels. They’re quite camera shy and didn’t want to pose with us.

Street signs and navigation system don’t really work here, so we used a normal printed map and the offline app called Maps.me that shows your current location by GPS. That was a great way to get around. Never the less we got lost because the tracks suddenly disappeared in the grass. Since the lake was already in sight we continued anyway but got stuck because the underground had slowly gotten sandier as we got closer. The only way out, was buy shuffling the tires free.  Sven kind of enjoyed the adventure, but i found it nerve wrecking just wanted to get back to a normal street. That didn’t happen, but we did find a nice spot at the lake in the end.
We stayed for 2 days, swam, worked on the car, did the wash and just relaxed. Since it’s so sandy around the lake it kind of felt like being a the sea.