Nr 3. Driving trough Russia

 

Russland ist riesig! Gesamthaft haben wir bis zur Mongolische Grenze über 5000 km zurückgelegt. Täglich kamen wir ca. 500-600km weit. Die einspurige Hauptstrasse führte uns zum grössten Teil durch Wälder, Steppen und Agrarland. Bei eindämmernder Nacht suchten wir meistens ein schönes Plätzchen im Wald oder auf der Wiese unweit der Strasse.

Strassen
Man hört ja nicht viel gutes über die Russischen Strassen aber ich fand sie eigentlich ganz okay. 70% war tip top geteert. Es gab aber natürlich auch lange Strecken mit vielen, zum Teil tiefen Schlaglöchern und reparierten Stellen. Das konnte dann ganz schön holprig werden. Die Hauptstrasse hat zudem nur eine Spur pro Richtung und da die Russen nicht gerade als die geduldigsten Fahrer bekannt sind, kam es immer wieder zu gefährlichen Überholmanöver, so dass das entgegenkommende Fahrzeug schon mal von der Strasse weichen musste. Abgesehen davon, war es ganz angenehm in Russland zu fahren.

Polizisten
Unsere grösste Sorge waren die korrupten Polizisten und ihre Bestechungsgelder. In der Realität wurden wir aber immer (!) von den entgegenkommenden Autos vorgewarnt, wenn wir gleich auf eine Kontrolle treffen würden und bei korrekter Geschwindigkeit und Verhalten wurden wir dann meistens auch nicht angehalten. Falls es dann doch mal vorkam, zeigten wir unsere Pässe sowie die Fahrzeugdokumente und konnten danach ohne Probleme wieder weiterfahren. Also alles halb so schlimm.

Giftige pflanzen
Sven wurde auf seiner letzten Russlandreise darüber unterrichtet, dass meistens nähe Strasse eine giftige Pflanze wächst. Tatsächlich sind uns in Russland Hortensien artige riesige Sträucher aufgefallen. Diese heissen bei uns Bärenklau und sind phototoxisch. Das heisst, das Gift reagiert auf Sonnenlicht. Eine blosse Berührung mit der Pflanze führt zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen. Und diese freundliche Wesen gab es hier wie Sand am Meer. Oft kilometerweit der Strasse entlang und teilweise auch ganze Felder. Zum Glück wussten wir von ihrer Gefahr.

Ausflüge
Obwohl wir zum grössten Teil einfach nur gefahren sind, haben wir uns hin und wieder einen Ausflug gegönnt. In Perm besuchten wir ein Arbeitslager aus der Sowjetunion, welches bis 1987 noch in Betrieb war. Die Tour war auf Russisch und nicht so informationsreich. Wir haben dafür während der Fahrt ziemlich viel über Lenin, Stalin und allgemein die Sowjetunion gelesen und fanden im ganzen Land viele Überbleibsel dieser Zeit. Zum Beispiel riesige verlassene Fabrikanlagen und die “wunderschönen” Plattenbauten der 70er Jahre, welche auch „Chruschtschowka„ genannt werden. Eigentlich recht interessant, wenn man sich ein bisschen mit der Geschichte befasst.
Wir besuchten auch eine Eishöhle, die im Sommer logischerweise nicht sehr viel Eis hat. Dafür zierte ein schön geschmückter Tannenbaum (?) den Ausgang am Ende der zweistündigen, russisch sprachigen Tour in (trotzdem) eisiger Kälte. Wenn wir etwas verstanden hätten, wäre es sicherlich noch Informationsreich gewesen.

In Jekaterinburg verbrachten wir 2 Nächte in einem Hotel um einfach mal Pause zu machen, Energie zu sammeln und warm zu duschen. Die nächsten zwei Städte Omsk, eine gigantische Industriestadt, und Novosibirsk, eine Grossstadt an der transsibirischen Bahn Strecke, haben wir ausgelassen. Dafür machten wir in den Bergen wieder Halt.

Russia is huge! We layed back around  5000 km till the Mongolian Boarder. On good days we managed to drive around 500-600 km on the lonely, single lane road that took us through forest, steppes and farm lands. When the sunset we left the main road for a charming spot between the trees.

Street
Russia is known for bad streets, but we found them quite okay. They have a single lane in each direction and the impatient Russian drivers will risk anything to overtake you. There are also some longer bumpy sections that are full of holes. But that only makes up 30% of the route.

Police
We were mostly worried about how to handle the Russian police. We soon learned that all approaching cars warn you if a police is standing at the street. They hardly took us out and if they did we showed our documents and could continue without a problem.

Toxic Plants
An interesting discovery were the big white floral plants on the side of the steets called heracleum. We learned that they’re phototoxic and give you blister if you touch them. Unfortunately they are quite popular throughout Russia.

Daytrips
Along the way we undertook a few stops, for instance the Gulag called Perm-36. It caught or interest and so we did a lot of reading about the history of Russia. Learning more about Lennin, Stallien and the Soviet Era. We also visited the Ice cave in Kunger. Unfortunatly it doesn’t have ice in the summer but they proudly showed us they’re Christmas tree at the end of the cave. That was quite random.

We continued our trip to Jekaterinburg, where we stayed in hotel too enjoy a warm shower, buy groceries and consumed internet. Regenerated we hit the road again and didn’t stop until almost right before the Russian border, where we spent some days in the mountains.